alpflo
Schweizer Liegenschaftsprüfung · quellengeprüft
Ratgeber · Register erklärt

ÖREB-Kataster einfach erklärt

Der ÖREB-Kataster ist das amtliche Verzeichnis der öffentlich-rechtlichen Eigentumsbeschränkungen einer Parzelle — von der Bauzone über Baulinien bis zur Lärmempfindlichkeitsstufe. Er ist für jede betroffene Parzelle kostenlos über cadastre.ch abrufbar und zeigt Ihnen vor dem Kauf, was auf dem Grundstück gilt und was nicht.

Diese Seite erklärt öffentlich zugängliche Register und ist keine Steuer-, Rechts-, Bau- oder Finanzberatung. Ziehen Sie für rechtliche oder steuerliche Fragen eine Fachperson bei.

Warum der ÖREB-Kataster vor dem Kauf zählt

Wer eine Immobilie prüft, will wissen, was auf dem Grundstück erlaubt ist. Der ÖREB-Kataster beantwortet genau das für die behördlich verbindlichen Beschränkungen — noch bevor Sie einen Termin beim Grundbuchamt vereinbaren.

Was ist der ÖREB-Kataster?

Der ÖREB-Kataster (Kataster der öffentlich-rechtlichen Eigentumsbeschränkungen) ist das amtliche, für die Behörden verbindliche Verzeichnis der Beschränkungen, die auf einer Parzelle lasten. Er bündelt Angaben aus Bund, Kanton und Gemeinde an einem Ort und ist für jede erfasste Parzelle über das Bundesportal cadastre.ch abrufbar.

Im Register

Quelle: ÖREB-Kataster (cadastre.ch) · Glossar: ÖREB

Welche Beschränkungen zeigt er?

Der Kataster ist in Themen gegliedert — unter anderem Nutzungsplanung (Bau- und Nutzungszonen), Baulinien, Lärmempfindlichkeitsstufen, Grundwasserschutzzonen, belastete Standorte sowie wald- und gewässerrechtliche Abstände. Welche Themen für eine Parzelle gelten, hängt von ihrer Lage ab; die zugrunde liegenden Geodaten sind auch über geo.admin.ch einsehbar.

Im Register

Quelle: Geodaten des Bundes (geo.admin.ch) · Glossar: ES II

Verbindlich, aber pro Kanton unterschiedlich erschlossen

Der ÖREB-Kataster wird kantonal geführt. Nicht jeder Kanton hat bereits alle Themen digital erschlossen, und für einzelne Themen oder Parzellen kann ein maschineller Auszug leer bleiben, obwohl eine Beschränkung besteht. alpflo weist einen solchen Fall als „Nicht auflösbar“ aus, statt ihn als „keine Beschränkung“ zu deuten.

Nicht auflösbar

Quelle: ÖREB-Kataster (cadastre.ch)

Was der ÖREB-Kataster nicht ersetzt

Der Kataster zeigt öffentlich-rechtliche Beschränkungen — nicht das privatrechtliche Eigentum. Dienstbarkeiten wie Wegrechte, Baurechte oder Nutzniessungen stehen im Grundbuch, nicht im ÖREB-Kataster. Für den vollständigen Lastenstand einer Parzelle brauchen Sie beide Quellen.

Nichts erfasst

Quelle: Grundbuchamt Kanton Zürich (zh.ch) · Glossar: Dienstbarkeit

Zur vollständigen Kaufprüfungs-Checkliste

Die vier Ehrlichkeitszustände

Jede Angabe in einem alpflo-Bericht trägt genau einen dieser Zustände — so sehen Sie sofort, was belegt ist und was nicht.

Im Register

In einem amtlichen Schweizer Register bestätigt. Direkte Quelle.

Nichts erfasst

Register abgefragt; nichts auf dieser Parzelle. Das Fehlen ist dokumentiert.

Modelliert

Aus einem Modell oder einer API abgeleitet: real, aber nicht direkt aus dem Register. Bitte prüfen.

Nicht auflösbar

Auf einen Sonderfall gestossen. Ehrlich über die Grenze, nie stillschweigend verworfen.

Häufige Fragen zum ÖREB-Kataster
Was bedeutet ÖREB?

ÖREB steht für öffentlich-rechtliche Eigentumsbeschränkungen — verbindliche Einschränkungen des Grundeigentums wie Nutzungszonen, Baulinien, Gewässerabstände oder Lärmempfindlichkeitsstufen. Der ÖREB-Kataster fasst sie amtlich zusammen.

Ist der ÖREB-Kataster kostenlos?

Ja. Der Auszug aus dem ÖREB-Kataster ist über das Bundesportal cadastre.ch für jede erfasste Parzelle kostenlos abrufbar. Für einen amtlich beglaubigten Auszug kann der Kanton eine Gebühr erheben.

Ist der ÖREB-Kataster dasselbe wie das Grundbuch?

Nein. Der ÖREB-Kataster zeigt öffentlich-rechtliche Beschränkungen (Zonen, Linien, Abstände). Privatrechtliche Lasten wie Dienstbarkeiten und Grundpfandrechte stehen im Grundbuch. Für ein vollständiges Bild brauchen Sie beide.

Gilt der ÖREB-Kataster in der ganzen Schweiz gleich?

Der Kataster ist bundesweit geregelt, wird aber kantonal geführt. Deshalb ist nicht in jedem Kanton jedes Thema gleich weit digital erschlossen — für manche Parzellen oder Themen kann ein maschineller Auszug (noch) leer bleiben.

Sehen Sie einen vollständigen Bericht

Prüfen Sie zuerst den öffentlichen Musterbericht — ein vollständiger alpflo-Bericht mit allen vier Zuständen, ohne Anmeldung. Danach erstellen Sie in der App Ihren eigenen Bericht zu einer Schweizer Adresse.

Kein Abo · 49 CHF pro Bericht · der Musterbericht bleibt kostenlos.